Unsere Mitgliederreise nach Albanien

Ein Reisebericht von Christian Clausen

Die Bankreisebegleitung:

  • Christian Clausen
  • KSC-Agent

Vom 25. September bis zum 2. Oktober 2019 machte sich eine Gruppe von 39 Mitgliedern, Kunden und Mitarbeitern der ehemalien Volksbank Wolgast eG auf die Reise nach Albanien. Nachdem unser Reiseziel wenige Tage zuvor von einem Erdbeben erschüttert wurde, versicherte die Reiseagentur in Albanien trotzdem, dass wir ganz beruhigt anreisen können.

Mit Flug von Berlin erreichten wir am frühen Nachmittag den Flughafen von Tirana. Nach kleineren technischen Schwierigkeiten mit dem Reisebus ging es in unser Hotel nach Golem, einem Ort in der Nähe von Durres. Dort konnten wir unsere Zimmer beziehen und den Tag ruhig ausklingen lassen.

Gut gestärkt erwartete uns am nächsten Morgen ein langer Tag. Auf dem Weg zum nächsten Hotel nach Saranda stoppten wir in Berat – auch die „Stadt der Fenster” genannt. Dort besuchten wir die als Festung angelegte Altstadt, die 2008 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Wir machten einen Rundgang durch die Stadt und besuchten das Onufri Museum, in dem sehr viele gut erhaltene Ikonen ausgestellt sind. Im Anschluss hatten wir noch etwas Zeit, um uns in Berat die Beine zu vertreten, bevor wir weiter in den Süden Albaniens nach Saranda reisten. Der dritte Tag unserer Reise startete wieder mit einem Tagesausflug. Er führte uns zum UNESCO Weltkulturerbe Butrint – eine Ruinenstadt, die idyllisch auf einer Halbinsel nahe Griechenland gelegen ist. Auf dieser Halbinsel lebten zunächst die Illyrer, dann die Griechen und danach die Römer. Dadurch entstand ein Ort mit einer sehr großen Vielfalt von Kulturen, der bis in die Römerzeit wichtiger Hafen und Handelszentrum war. Der späte Nachmittag stand uns wieder zur freien Verfügung, um uns die Stadt Saranda anzuschauen oder einfach im Hotel zu relaxen.

Nun war die Stadt Gjirokastra unser Ziel. Auf dem Weg dahin entdeckten wir ein besonderes Naturschauspiel: „Syri i Kalter” oder auch die „Quelle des blauen Auges”. Das ist eine der schönsten und größten Wasserquellen des Landes. Danach ging es weiter zur „Stadt der Steine” nach Gjirokastra. Wir erklommen den Burgfelsen und genossen den Ausblick auf die einzelnen Stadtteile sowie einen Rundgang durch das interessante Museum. Für einen Bummel durch das alte Bazar-Viertel war danach auch noch etwas Zeit.

Am Tag fünf machten wir uns langsam wieder auf den Weg in Richtung Norden. Morgens verließen wir Saranda und unser Weg führte uns über den 1.000 m oberhalb des Meeresspiegels gelegenen Llogara-Pass. Atemberaubende Landschaftsbilder und traumhafte Ausblicke auf die Küste mit kleinen Badebuchten erwarteten uns hier. Wir erreichten die Stadt Apollonia als bedeutendste griechische Siedlung in Mittelalbanien und besichtigten die weiträumige Ruinenanlage und die imposante Akropolis. Anschließend besuchten wir das orthodoxe Ardenica-Kloster mit seiner wunderschönen Kirche aus byzantinischer Zeit und erreichten gegen Abend unser Hotel für die kommenden drei Nächte, das Klajdi Resort.

Der nächste Ausflug führte uns in die Hauptstadt Albaniens, nach Tirana. Unsere Erkundungstour begann in der früher verbotenen Stadt, wo sich auch das Haus von Enver Hoxha befand. Wir sahen die Enver-Hoxha-Pyramide, den früheren Regierungssitz Albaniens, und gingen weiter über den Boulevard zur wunderschönen „Ethem Bey-Moschee” und endeten im Zentrum der quirligen Metropole am Iskender (Skanderbeg) Platz. Am vorletzten Tag unserer Reise erkundeten wir die Stadt Kruja, das Zentrum des albanischen Widerstands gegen das osmanische Reich unter Führung des Nationalhelden Skanderbeg. Wir besichtigten die einstige Hauptstadt Albaniens, das Skanderbeg-Museum und danach den Basar, um noch die letzten Souvenirs für die Lieben zuhause zu besorgen. Im Anschluss erwartete uns ein Mittagessen mit regionalen Produkten auf einem Bauernhof.

Den Vormittag vor unserer Rückreise nutzte der Großteil der Gruppe noch für eine kurze Stadtbesichtigung von Durres, wo wir die Ausgrabungen des alten Amphitheaters besichtigten. Zur Mittagszeit fuhren wir dann zum Flughafen nach Tirana, landeten am Abend sicher in Berlin und waren bis Mitternacht zuhause.